Registrierung bei den Steuerbehörden

Wenn Sie beabsichtigen, in Deutschland zu arbeiten, werden Sie sich fragen, ob und wann Sie wegen Ihrer steuerlichen Angelegenheiten Kontakt mit den Steuerbehörden aufnehmen müssen. Die Antwort lautet in der Regel: erst bei der (eventuellen) Abgabe Ihrer Steuererklärung. Einen Überblick über die Verfahren zum Lohnsteuerabzug und zu den Identifikationsmerkmalen der Finanzverwaltung geben die folgenden Fragen und Antworten.

© Pixelio/Gerd Altmann

Zwei Menschen geben sich die Hand

Was ist eine steuerliche Identifikationsnummer (IdNr.)?
Was muss ich tun, wenn ich ein Arbeitsverhältnis aufnehme? Welche Daten benötigt mein Arbeitgeber?
Wie erhalte ich als Arbeitnehmer eine Steuernummer?



 

Was ist eine steuerliche Identifikationsnummer (IdNr.)?

Die steuerliche Identifikationsnummer (IdNr.) – umgangssprachlich auch als Steuer-ID bezeichnet – ist eine bundeseinheitliche und lebenslang gültige steuerliche Identifikationsnummer von in Deutschland lebenden Personen.

Eine IdNr wird jeder Person, die mit Hauptwohnung oder alleiniger Wohnung in einem Melderegister in Deutschland erfasst ist, zugeteilt. Personen, die nicht melderechtlich erfasst, aber in Deutschland steuerpflichtig sind, erhalten von dem für sie zuständigen Finanzamt ebenfalls eine IdNr.

Die IdNr. wird Ihnen schriftlich vom Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) mitgeteilt. Bitte bewahren Sie dieses Mitteilungsschreiben (Muster) auf.

Weitere Informationen zur IdNr. erhalten Sie auf der Website des BZSt.

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Was muss ich tun, wenn ich ein Arbeitsverhältnis aufnehme? Welche Daten benötigt mein Arbeitgeber?

Wenn Sie in einem Arbeitsverhältnis stehen und hieraus Einkünfte beziehen, ist der Arbeitgeber verpflichtet, von Ihrem Arbeitslohn Lohnsteuer einzubehalten und diese an das Finanzamt abzuführen.

Damit die Lohnsteuer nach Ihren persönlichen Verhältnissen (wie z.B. Familienstand, Kinder) bemessen werden kann, werden für jeden Arbeitnehmer sog. Lohnsteuerabzugsmerkmale (wie Steuerklasse und Freibeträge) gebildet und dem Arbeitgeber elektronisch zum Abruf bereitgestellt (sog. ELStAM-Verfahren). Für den Abruf benötigt Ihr Arbeitgeber Ihre steuerliche Identifikationsnummer und Ihr Geburtsdatum sowie die Angabe, ob es sich um das Haupt- oder ein Nebenarbeitsverhältnis handelt. Die Angabe der Steuernummer ist nicht erforderlich.

Ausführliche Informationen zum Umfang und den Änderungsmöglichkeiten Ihrer Lohnsteuerabzugsmerkmale erhalten Sie in der Infobroschüre „Kleiner Ratgeber für Lohnsteuerzahler“.

Hinweis: Sofern Sie im Inland (noch) nicht melderechtlich erfasst sind, können die Lohnsteuerabzugsmerkmale Ihrem Arbeitgeber nicht elektronisch zur Verfügung gestellt werden. In diesem Fall können Ihre Lohnsteuerabzugsmerkmale zur Vorlage bei Ihrem Arbeitgeber auf Papier bescheinigt werden. Bitte wenden Sie sich in diesem Fall an das für Sie zuständige Finanzamt.

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Wie erhalte ich als Arbeitnehmer eine Steuernummer?

Das für Sie zuständige Finanzamt erteilt Ihnen in der Regel nach Abgabe der ersten Steuererklärung eine Steuernummer.

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